Geistesblitze in der Philosophie

Der Humanismus sei doch auch eine ebenso kühne wie notwendige Theorie über die Welt, so Ralf Schöppner am Ende seiner Rezension einer etwas anderen Geschichte der Philosophie des Buches „Geistesblitze“ von Manfred Geier. Doch ist er eine ebenso flotte Eingebung wie das Sein bei Parmenides, das Ich bei Descartes, die Natur bei Rousseau, die Moral bei Kant, die Sprache bei Hamann, das Leben bei Nietzsche und das Wissen bei Popper? Die Frage bleibt in den Raum gestellt.

Humanismus im Ostblock bis 1990

Am 16. November 2013 veranstaltet die Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg (HABB) ein wissenschaftliches Kolloquium über Humanismus im Osten bis zur „Wende“ 1989/90. Zeitlicher Anlass ist, dass sich drei Wochen später, am Nikolaustag im Dezember 2013, zum 25. Mal der Beschluss des SED-Politbüros in der DDR 1988 jährt, mit Gründung eines Freidenkerverbandes gegen die sich in Kirchen sammelnde Opposition vorzugehen.

Lebenskunde mit Dienstvorschrift

Seit 1959 gibt es in der Bundeswehr einen sogenannten Lebenskundlichen Unterricht (LKU). Erteilt wurde dieser stets von christlichen Militärseelsorgern. Den Soldaten stand die Teilnahme frei. 2012 ist die neue Zentrale Dienstvorschrift 10/4 (ZDv 10/4) vom Januar 2009 nach dreijähriger Probephase in Kraft getreten.

Der reflektierende Soldat

Die Humanistische Akademie Berlin-Brandenburg, jetzt in zwei Bundesländern tätig, lädt am 18. und 19. Oktober 2013 in Berlin zu einem wissenschaftlichen Kolloquium mit dem genannten Titel ein. Präzisiert wird das Thema: „Berufsethische Qualifizierung in der Bundeswehr und die Frage ihrer pluralistischen Öffnung“.

Was ist interkultureller Humanismus?

Soeben erschien das lang erwartete „Lesebuch Interkultureller Humanismus“. Es bringt etwa neunzig Texte aus drei Jahrtausenden. Leiter des Projektes war Jörn Rüsen. Das Werk ging aus dem Projekt „Humanismus im Zeitalter der Globalisierung“ (2006-2009) hervor. Humanismus wird von den Herausgebern als „eine kulturelle Orientierung der menschlichen Lebenspraxis“ gefasst, „die auf einer bestimmten Deutung des Menschen beruht“. Eine Rezension von Horst Groschopp stellt das Buch vor.

Woran glaubt, wer nicht glaubt?

Die Philosophin und Sachbuchautorin Rita Kuczynski hat soeben ein Buch mit achtzig Interviews mit konfessionsfreien Personen in Deutschland (halb Ost, halb West) vorgelegt, um auf die Frage in der Überschrift eine belegbare Antwort zu geben. Dazu liegt nun eine Rezension vor. Die Autorin der Studie erkundet Lebenseinstellungen, die ohne Gottesbezug auskommen.