Die Humanismusforschung im westdeutschen Nachkriegsdeutschland ist folgenschwer von einem Forscher geprägt worden, der schon im Nationalsozialismus von großem Einfluss war als ein Schüler Heideggers und jemand, der Humanismus ohne menschenrechtliche Bezüge, streng antikebezogen präsentierte. Diesen Wissenschaftler, Ernesto Grassi, stellt Thomas Heinrichs in einer längeren Rezension des bereits 2010 in zweiter Auflage erschienenen Buches von Wilhelm Büttemeyer vor, das den Untertitel trägt: „Humanismus zwischen Faschismus und Nationalsozialismus“.