Willkommen

Die „Humanistische Akademie Deutschland (HAD)“ gibt es seit März 2006. Wir wollen an Theorie und Geschichte des Humanismus interessierte Nutzer helfend begleiten. Sie finden auf unserer Homepage Informationen über Veranstaltungen der Humanistischen Akademien, über humanistische Debatten und Publikationen und sind herzlich zur Kritik und Beteiligung eingeladen.

Nähere Hinweise zur Akademie finden Sie hier. In loser Folge erscheinen Meldungen. Wir verweisen auf die Online-Zeitschrift „humanismus aktuell“

Neue Geschichte der Arbeit?

Der Rezensionsteil von „humanismus aktuell“ bringt einen darstellenden und kritischen Text der Kulturwissenschaftlerin Isolde Dietrich zu dem Buch „Kontrollierte Arbeit – disziplinierte Körper?“
Das ist ein Sammelband zur Sozial- und Kulturgeschichte der Industriearbeit im 19. und 20. Jahrhundert. Das Buch behandelt den Komplex „Arbeit – Körper – Rationalisierung“ mit dem Ziel, neue Blicke auf den Wandel industrieller Arbeitsplätze zu werfen. Leider werden keine „realsozialistischen“ Vorgänge verarbeitet.

Humanistik

(HAD) Der nun vorliegende vierte Band der Schriftenreihe der Humanistischen Akademie Deutschland erschien unter dem Titel „Humanistik – Beiträge zum Humanismus“. 17 Texte nähern sich historisch und aktuell Fragen nach einer Enzyklopädie des Humanismus, Humanismusforschung, Antihumanismus und Humanismuskritik bis hin zu juristischen und politischen Problemen der „Weltanschauungspflege“.

Haltungslust

Peter Schulz-Hageleit, der Gründungspräsident der Humanistischen Akademie Berlin veröffentlicht auf “humanismus aktuell” einen Text zu der Frage, wie denn eine Haltung der Verantwortung und Lustgewinn zusammen gehen könnten, da Verantwortung gewöhnlich als etwas tendenziell Belastendes erlebt werde. Verantwortung rieche nach Moral und schlechtem Gewissen, nach Anstrengung und Selbstkontrolle, nach Verzicht auf Lebenslust.

Untergang des alten Europa

Rolf Bergmeier, Althistoriker und Philosoph mit dem Spezialgebiet Spätantike (4/5. Jahrhundert) hat jetzt ein bemerkenswertes Buch über den Untergang der antiken Kultur in Europa vorgelegt. Der Autor fragt: Wie konnte es kommen, dass die hochentwickelte Zivilisation des Römischen Reiches unterging? Die Rezension von Siegfried R. Krebs auf „humanismus aktuell” fasst die wichtigsten Antworten zusammen.

Ethik und Veränderungspflicht

Heinz-Bernhard Wohlfarth nimmt in Text 28 von „humanismus aktuell“ das Erscheinen des Buches von Thomas Pogge „Weltarmut und Menschenrechte“ zum Anlass für Betrachtungen zu einer universellen Veränderungspflicht. Pogge zwinge seine Leserschaft die Katastrophe von Menschen wahrzunehmen, die in „unfassbarer Armut“ leben.

Dialog – worüber?

Heft 216 der von der „Evangelischen Zentralstelle für Weltanschauungsfragen“ (EZW) herausgegebenen EZW-Texte ist eine schwierig zu bewertende Offerte. Die kirchlich-theologische Einrichtung bietet an: „Dialog und Auseinandersetzung mit Atheisten und Humanisten“ bei festen eigenen Positionen. “Humanismus aktuell” bringt eine Rezension von Siegfried R. Krebs, die gerade diese Haltung überaus kritisch betrachtet. Es könnte weitere geben.

Konservativer Humanismus

Die Humanismusforschung im westdeutschen Nachkriegsdeutschland ist folgenschwer von einem Forscher geprägt worden, der schon im Nationalsozialismus von großem Einfluss war als ein Schüler Heideggers und jemand, der Humanismus ohne menschenrechtliche Bezüge, streng antikebezogen präsentierte. Diesen Wissenschaftler, Ernesto Grassi, stellt Thomas Heinrichs in einer längeren Rezension des bereits 2010 in zweiter Auflage erschienenen Buches von Wilhelm Büttemeyer vor, das den Untertitel trägt: „Humanismus zwischen Faschismus und Nationalsozialismus“.

Adjektive des Humanismus

Unter der Überschrift „Differenzierungen im Humanismus – Alphabetische Sammlung zum Wortgebrauch von ‘Humanismus’ in deutschsprachigen Texten“ veröffentlicht die Online-Ausgabe von „humanismus aktuell“ als Text 27 eine umfangreiche Ausarbeitung von Horst Groschopp über 166 adjektivische Zusätze zum Humanismus-Begriff mit jeweiligen Literaturangaben, Zitaten, einigen Erläuterungen und Bezügen aufeinander von „abendländischer“ bis „zweiter Humanismus“.

Historische Kulturwissenschaften

Gibt es Kulturwissenschaft oder sollte es besser Kulturwissenschaften heißen? Das bei „humanismus aktuell“ von Siegfried R. Krebs rezensierte Buch behandelt diese Frage. Das Problem bleibt zwar offen, doch führt Offenheit in den Wissenschaften oft zu neuen Erkenntnissen ebenso wie zu neuen Fragen und zu interessanten Publikationen.

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